Alterssichtigkeit
In aller Regel stellt sich bei den meisten Menschen im Alter zwischen 40 und 50 die so genannte "Alterssichtigkeit"
(Presbyopie) ein. Der Volksmund spricht hiervon, wenn die "Arme zum Lesen kurz geworden sind" - oder genauer, wenn
die Zeitung beim Lesen in über 35 cm Abstand gehalten werden muss. Medizinisch fällt hierbei die Akkommodationsbreite
unter etwa 3 Dioptrien. Diese Art der Sehschwäche lässt sich in aller Regel durch eine einfache Lese- oder
Gleitsichtbrille sowie durch Mehrstärken-Kontaktlinsen erfolgreich ausgleichen. In größeren Supermärkten,
Kaufhäusern oder sogar im Internet werden zum Teil bereits einfache Lesebrillen für wenige Euros verkauft. Da hier meist keine fachkundige
Beratung wie durch einen Augenarzt oder Optikermeister erfolgen kann, ist ein solches Angebot mit Bedacht zu sehen.
Wenn durch eine entsprechende Untersuchung die eigene Sehschwäche bekannt ist und lediglich eine neue (Lese-)Brille
mit gleichen Dioptrinwerten für beide Augen benötigt wird, kann dies eine durchaus günstige Alternative sein.
Das Angebot sollte
jedoch nicht dazu verleiten, eine augenärztliche Untersuchung zu umgehen und statt dessen eine Brille "im Selbstversuch"
auszuwählen. Bestehende Unterschiede bei der Sehstärke der beiden Augen lassen sich hierduch meist nicht korrigieren.
Wie bei der Kurzsichtigkeit gibt es auch alternative Methoden des "Augentrainings", die helfen sollen,
das Problem der Alterssichtigkeit zu lindern.
Hierzu gibt es jedoch ebenfalls noch keine wissenschaftlich ausreichend fundierten Ergebnisse, die den medizinischen Erfolg dieser Behandlungsmethoden bestätigen.
Aus persönlichen Erfahrungen des Verfassers
sollten die Methoden des Augentrainings dennoch nicht vollkommen unbeachtet bleiben, da sie zumindest ihm geholfen haben, auch ohne Brille wieder
besser sehen zu können. Aus diesem Grund finden interessierte
Leser unter dem Menüpunkt Literatur eine Reihe von entsprechenden (Fach-)Büchern zu diesem
Thema, die sich besonders zum Einstieg und zur Vertiefung für den Laien eignen, da sie leicht verständlich geschrieben und mit praktischen Übungen und Tipps für den Alltag versehen sind.
Es sein jedoch ausdrücklich nocheinmal darauf hingewiesen, dass solche Bücher niemals als Ersatz für einen Besuch beim Augenarzt bei Augenerkrankungen oder Sehproblemen betrachtet werden sollten.
Nur der Facharzt kann eine medizinische Diagnose liefern und
zwischen (vermeindlich) harmlosen und schwerwiegenden Ursachen differenzeren, weshalb er immer konsultiert werden sollte!

















