Das menschliche Auge

BOK-Das_menschliche_Auge Das menschliche Auge ist wohl unser wichtigstes Sinnesorgan, welches über einen sehr komplexen Aufbau verfügt. Neben dem eigentlichen Augapfel gehören hierzu auch die so genannten Anhangsorgane des Auges (Tränenapparat, Augenmuskeln, Bindehaut und Augenlider) sowie der Sehnerv. Durch die Hornhaut und die Pupille gelangt das Licht ins Innere des Augapfels. Die Pupille ist die kreisförmige Öffnung der farbigen Regenbogenhaut, die allgemein als Iris bezeichnet wird. Durch Muskelfasern in der Iris kann die Pupille vergrößert und verkleinert werden. Diese Veränderung dient zur Anpassung an die Lichtverhältnisse der Umgebung und wird Adaptation genannt. Das menschliche Auge verfügt darüber hinaus über ein Linsensystem, durch welches alle einfallenden Lichtstrahlen auf einen Punkt der Netzhaut zusammenführt werden.

BOK - Das menschliche Auge Hierdurch wird auf ihr ein umgekehrtes Bild der Umwelt projiziert. Um hierbei auch von Gegenständen, die sich unterschiedlich weit vom Betrachter befinden, jeweils ein scharfes Bild erhalten zu können, lässt sich die Brennweite der Linse durch Muskeln (Ziliarmuskel) verändern. Durch diese als Akkomodation bezeichnete optisch-geometrische Veränderung im Auge kann die Brechkraft der Augenlinse um bis zu 15 Dioptrien (dpt) verändern werden. Neben der Anspannung des Ziliarmuskels vollziehen die Augen aber auch eine (Konvergenz-)Bewegung in ihren Sehachsen. So bewegen sich etwa die beiden Augäpfel beim Betrachten naher Objekte zueinander hin, so dass sich die Sehachsen im fixierten Punkt schneiden. Bei diesem "Scharfstellen" steht die Akkommodationsleistung in einem bestimmten Verhältnis zur erforderlichen Konvergenzbewegung der Augen. Bei einer Störung dieses Verhältnisses kann das so genannte "Schielen" auftreten.

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