Glas oder Kunststoffgläser?

BOK-Lesebrille Die Gläser der Brille stellen die eigentliche Sehhilfe dar. Hierbei handelt es sich um Linsen, die gemäß der zuvor durch einen Arzt oder aber den Augenoptikermeister ermittelten Sehschwäche individuell für jedes Auge ausgewählt und entsprechend der Fassung angepasst werden müssen. Hierbei werden die Gläser vom Augenoptiker gerändert und unter Berücksichtigung der individuellen Augenabstände in das ausgewählte Gestell eingesetzt. Zu jeder Brille sollte der Optiker dann noch den so genannten Brillenpass erstellen, in dem alle optischen Angaben (wie z.B. Glasstärke, Achsen und Glasart) dokumentiert sind. Hinsichtlich des Materials der Gläser kann zwischen dem klassischen Mineralglas neuerdings auch Kunststoff gewählt werden, was aufgrund seiner Vorteile immer häufiger geschieht.


BOK - Brille mit starken Gläsern Hierbei ist vor allem das geringere Gewicht zu nennen, was insbesondere bei hohen Brechwerten (d.h. hohen Dioptrinwerten) ein entscheidendes Kriterium ist. Die bekannten Druckstellen auf der Nase durch dicke und damit schwere Brillen lassen sich hierdurch bei optimalem Sitz fast vollständig vermeiden. Ein weiterer Vorteil der Kunststoffgläser ist, dass die Gläser bei Beschädigung im Gegensatz zu Mineralglas nicht splittern, was nicht nur für Schutzbrillen oder bei Sportlern sondern auch für kleine Kinder durchaus beachtet werden sollte. Als nachteilig erweist sich hierbei allerdings die Tatsache, dass die Kunststoffgläser wiederum schneller Verkratzen als Brillengläser aus Glas. Darüber hinaus gibt es auch noch spezielle Materialien, wie z.B. selbst tönende Gläser (so genannte phototrope Gläser), die sich automatisch Veränderungen der Lichtstärke anpassen. Diese sind zwar für den allgemeinen Bereich, nicht jedoch für Extremsituationen (am Wasser oder im Schnee) geeignet. Hier sollte immer auf eine spezielle Sonnenbrille zurückgegriffen werden.

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