Kontaktlinsen

BOK-Kontaktlinse Die grundsätzliche Idee einer Linse, die direkt auf der Hornhaut des Auges getragen wird (so genannte Haftschalen), ist schon vergleichsweise alt. Materialbedingt sind Kontaktlinsen aber erst mit Entwicklung moderner, sauerstoffdurchlässiger Kunststoffe Mitte der 80er Jahre durch den hierdurch erzielten höheren Tragekomfort zu einer echten Alternative zur Brille zu bezeichnen. Mit ihnen lassen sich die meisten der zuvor genannten Sehfehler (Kurz-, Weit- und Alterssichtigkeit) genau so gut korrigieren, wie mit einer gewöhnlichen Brille. Darüber hinaus bieten sie bei manchen Sehfehlern sogar oft bessere Korrekturmöglichkeiten als mit einer Brille. Unterschieden werden harte (formstabile) und weiche Kontaktlinsen. Beide haben individuelle Vor- und Nachteile.

Die Materialien der harten Kontaktlinsen weisen eine mehrfach höhere Gasdurchlässigkeit auf als weiche Linsen und verhindern somit ein Austrocknen der Augen, was besonders in klimatisierten Räumen (z.B. Großraumbüros) von Vorteil ist. Bei weichen Kontaktlinsen ist hingegen die Gefahr geringer, dass Fremdkörper unter die Linse geraten, da sie flexibel sind und sich der Form der Hornhaut anpassen. Im Vergleich zu den formstabilen Kontaktlinsen mit ca. 8 - 10 mm Durchmesser sind weiche Kontaktlinsen mit ca. 12 - 16 mm Durchmesser deutlich größer. Hierdurch und durch die geringere Luftdurchlässigkeit ist die Versorgung des Auges mit Nährstoffen geringer als bei den harten Linsen. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die maximale Tragezeit aus, die die weichen Linsen auf dem Auge verweilen können, ohne dieses zu schädigen.

BOK-Händewaschen vor dem Einsetzen von Kontaktlinsen Die Entwicklung sogenannter Silikon-Hydrogel-Linsen hat die Sauerstoffdurchlässigkeit der weichen Linsen weiter erhöht, so dass sie theoretisch sogar über Nacht im Auge gelassen werden können. Die meisten Augenärzte und Optiker raten hiervon aufgrund der gesundheitlichen Gefahren für die Augen nach wie vor ab. Andererseits sitzen weiche Kontaktlinsen fester im Auge, was wiederum ein Verrutschen oder gar den Verlust der Linse erschweren. Für welches Material sie sich entscheiden hängt dabei neben den zuvor genannten Aspekten vor allem auch von ihrem persönlichen Gefühl ab, dass sie beim Tragen der Linse verspüren. Da nicht richtig sitzende Kontaktlinsen das Auge schädigen können, sollte formstabile Kontaktlinsen immer durch einen Augenarzt oder Optiker angepasst und deren Sitz später auch öfter kontrolliert werden. Generell besteht bei Kontaktlinsen immer ein Infektrisiko, wenn nicht ein gewisses Maß an Hygiene eingehalten wird. Hierzu gehört neben dem gründlichen Reinigen der Hände vor jeder Berührung der Linsen auch deren korrekte Aufbewahrung und Pflege mit entsprechenden Pflegemitteln, die auf das jeweilige Material der Kontaktlinsen abgestimmt sein muss.

Da auch Kontaktlinsen "altern" und Verschleißerscheinungen aufweisen, sollten sie nicht über ihre jeweilige Nutzungsdauer getragen werden. Dies gilt insbesondere für weiche Kontaktlinsen, die es auch als Monats-, Wochen- oder gar Tageslinsen gibt. Letztere sind nur für den einmaligen Gebrauch vorgesehen. Neben Augenoptikern gibt es diese Linsen bereits in vielen Drogeriemärkten sowie online im Internet zu kaufen. Die Packungen sind meist für die gängigsten Werte, d.h von +6,00 bis -8,00 dpt, gestaffelt in 0,25 dpt-Schritten erhältlich. Für ein Paar liegen die Kosten ungefähr bei 10,- EUR/Monat. Auch hier sollte jedoch keine Selbstmedikation erfolgen sondern der Erstkauf nur nach vorheriger Beratung durch einen Augenarzt oder Optikermeister geschehen. Danach lässt sich jedoch durch günstige Internet-Anbieter mit direkter Bestellmöglichkeit und z.T. portofreier Lieferung viel Geld beim Online-Shopping sparen.

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