Sonnenbrillen
Eine Sonnenbrille dient in erster Linie dem Schutz der Augen vor den schädlichen UV-Strahlen des Sonnenlichts.
Zu diesem Zweck verfügt sie über getönte Gläser, die (im Idealfall) alle Wellenlängen unterhalb 400nm (d.h. UV-A, -B, -C)
abhalten. Dunkle Gläser allein ohne diesen UV-Schutz bewirken jedoch genau das Gegenteil, weil wegen der Verdunklung
sich die Pupillen stark erweitern und so noch mehr gefährliche Strahlung in das Auge gelangt. Daher sollte beim Kauf
einer Sonnenbrille immer auf die "100% UV-Schutz bis 400 Nanometer" oder "UV-400" etc. geachtet werden.
Da nach Expertenmeinung auch blaues Licht (mit Wellenlängen von 400 - 500 nm) schädlich sein kann, sollte auch hiervon nicht
mehr als 10% durchdringen. Eine zu starke Absorption des blauen Lichtes birgt jedoch wiederum ganz andere Gefahren
(z.B. im Straßenverkehr), da grünes (Ampeln) und blaues Licht (Einsatzfahrzeuge) nicht mehr wahrgenommen werden kann.
Die klassischen, braun gefärbten Gläser einer Sonnenbrille bewirken die geringste Farbverfälschung und bieten zudem
auch einen Schutz vor blauem Licht. Andere Färbungen (grün, grau, blau, gelb, rot etc.) sind hingegen eher als reiner
Modeartikel zu bewerten, deren Schutzwirkung nicht ausreichend ist.
Eine Sonnenbrille sollte jedoch gemäß EG-Richtlinie 89/686/EWG in erster Linie immer als eine persönliche
Schutzausrüstung verstanden werden.
So gibt jedoch auch teure Markensonnenbrillen mit
hochwertigen Gläsern und ausreichendem Schutz.
Bedingt durch die immer weiter abnehmende Schutzwirkung der Ozonschicht wird auch ein Schutz der Augen immer
wichtiger. Dies gilt vor allem bei Freizeitaktivitäten am oder auf dem Wasser sowie im Schnee, da hierbei neben
der direkten Strahlung zusätzlich auch noch die Reflexion des Sonnenlichts durch Wasser und Schnee hinzukommt.
Aber auch bei Bewölkung ist hierbei eine Sonnenbrille noch ratsam, da immer noch fast die Hälfte der UV-Strahlung
durchdringt. Schäden die hierdurch am Auge entstehen können, werden zunächst kaum bemerkt, da sie in geringen Dosen
absolut schmerzlos sind. Durch die Strahlen können die Augen jedoch so stark geschädigt werden, dass sich das Sehen
langsam immer weiter bis zum grauen Star (Trübung der Linse) verschlechtern kann.
Besonders Kinder und Jugendliche
sollten ihre Augen immer durch eine hochwertige Sonnenbrille schützen, da sie noch sehr empfindliche Augen haben,
deren Eigenschutz erst im Erwachsenenalter (etwa mit 30 Jahren) genügend ausgebildet ist. Für Sonnenbrillen gibt es
daher seit 1997 sogar eine technische Norm (DIN EN 1836), die Gläser nach ihrer Lichtdurchlässigkeit (Transmissionsgrad)
in fünf Filterkategorien einteilt (0 = 100% Transmission, 4 = 8 % Transmission), welche allerdings keine Aussagen
über den UV-Schutz liefern. Zu beachten ist, dass im Straßenverkehr nur Sonnenbrillen bis Kategorie 3
(mind. 18 % Lichtdurchlässigkeit) zugelassen sind. Darüber hinaus gibt es noch außer der Norm liegende Sonnenbrillen,
wie etwa extrem stark getönte Gletscherbrillen mit einer Transmission von 3 %. Noch weniger Lichtdurchlässigkeit bieten
nur noch spezielle Schutzbrillen, wie etwa Schweißbrillen, die jedoch für den alltäglichen Einsatz weniger geeignet sind.

















