Augenarzt und augenärztliche Untersuchung
Die Ophthalmologie ist die Lehre von den Erkrankungen und Funktionsstörungen des Sehorgans und des Sehsinnes und deren
medizinischer Behandlung. Nur solche Ärzte, die sich mit der Ophthalmologie beschäftigen, führen in Deutschland die
Berufsbezeichnung "Facharzt für Augenheilkunde"(Augenarzt). Hierzu bedarf es neben einem erfolgreich abgeschlossenen
Medizinstudium zusätzlich noch einer fünfjährigen Weiterbildungszeit in der Augenheilkunde. Sie sind in der Deutschen
Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) bzw. im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V. organisiert. Eine
gründliche Augenuntersuchung erfordert heutzutage eine umfangreiche und kostspielige, technische Ausstattung.
Wichtigstes Untersuchungsgerät ist hierbei die so genannte Spaltlampe (siehe obige Abbildung).
Hierbei handelt es sich
um eine Stereolupe mit starker Vergrößerung, die über eine spezielle Steuer- und Beleuchtungsmechanik verfügt.
Mit ihrer Hilfe kann der Augenarzt nicht nur den vorderen Bereich des Auges sondern durch eine Erweiterung
(durch spezielle Augentropfen) der Pupillen auch die Netzhaut bzw. Hornhautrückfläche eines Auges räumlich
(stereoskopisch) schmerzfrei zu betrachten. Sollte zur Untersuchung des Auges die Pupillen durch Tropfen weit
gestellt werden, so ist zu beachten, dass der Patient anschließend nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen kann. Da durch
die geweitete Pupille nun erheblich mehr Licht ins Auge fällt als im Normalfall, sollte man die Augen unabhängig vom Wetter
durch das Tragen einer Sonnenbrille schützen. Die Weitung der Pupille hält einige Stunden an, deshalb sollten die
ärztlichen Hinweise diesbezüglich unbedingt beachtet werden
Darüber hinaus kann das Auge durch ein integriertes Mikroskop mit
einer bis zu 30-fachen Vergrößerung gründlich untersucht werden. Hierbei ist es übrigens nicht unüblich, wenn
unterschiedliche Dioptrin-Werte für das linke und rechte Auge ermittelt werden.


















